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In enger Zusammenarbeit mit unserem wissenschaftlichen Umfeld erarbeiten wir Grundlagen zur nutzerzentrierten Produktentwicklung (UX Research)

Der Nutzer findet ein Produkt attraktiv und möchte es haben – oder eben nicht! Viele der zugrunde liegenden inneren Prozesse, die zu dieser Entscheidung führen, sind dem Nutzer nicht oder nur teilweise bewusst. Eine nutzergerechte Produktauslegung muss diese Prozesse systematisieren und explizit gestalten. Unsere wissenschaftliche Erarbeitung nutzerzentrierter Entwicklungsmethoden basiert auf der Erforschung einer Systematik des Nutzererlebens, die von sechs Facetten ausgeht. Diese Facetten haben sich als sehr hilfreich erwiesen, um Nutzererleben systematisch zu gestalten:

Facetten der UX (Engeln, 2013)Facetten der UX (Engeln, 2013)

Aufgabe (inkl. Interaktion):
Diese Facette bezieht sich auf die Funktionalität des Produktes: „Inwiefern erscheint mir das Produkt geeignet, mir das Leben leichter und schöner zu machen?“. Tatsächlich wird diese Facette in der Regel explizit reflektiert, ist aber häufig nicht die relevanteste für die Produktakzeptanz.

Verständlichkeit:
Hier geht es darum, ob ein Produkt „intuitiv verständlich“ ist, ob man einiges dafür lernen muss oder sich gar sorgt, ob man das Produkt überhaupt verstehen und bestimmungsgemäß gebrauchen kann. Diese Facette des Nutzererlebens gewinnt im Zeitalter hochkomplexer, softwareintensiver Systeme an kritischer Bedeutung und kann schnell eine Barriere der Produktakzeptanz werden.

Handlungskomfort:
Handlungskomfort wird vor allem dann erlebt, wenn der Nutzer wenige ungeliebte Handlungen ausüben muss, um in den Genuss der Produktfunktionen zu kommen. Andernfalls entsteht leicht Stress bei der Produktnutzung. Entsprechend automatisieren oder ersetzen den Handlungskomfort unterstützende Produkte solche ungeliebten Handlungen.

Freude am Tun:
Es gibt auch eine Reihe von Handlungen, die dem Nutzer Spaß machen, die er einfach gerne ausführt. Diese sollten durch ein neues Produkt gefördert und keinesfalls ersetzt oder automatisiert werden, sonst droht Langeweile.

Ästhetikempfinden:
Diese Facette bezieht sich auf die sensorischen Reize, die mit der Nutzung eines Produktes einhergehen. Angenehme werden aufgesucht, unangenehme gemieden. Hierbei sind alle Sinneskanäle angesprochen.

Selbstdarstellung:
Mit Selbstdarstellung ist die Überlegung des Nutzers gemeint, was andere aufgrund des Besitzes oder der Nutzung des Produktes über ihn denken könnten („Was halten andere von mir und meinem Verhalten?“). Diese Facette äußert sich in dem Image, das mit einem Produkt verbunden wird.

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